Rettungshubschrauber (RTH)

Der Rettungshubschrauber (RTH) ist eine fliegende Intensivstation für einen Patienten. Die Besatzung besteht in der Regel aus einem Piloten, einem Notarzt und einem speziell für die Luftrettung geschulten Rettungsassistenten. Viele Verlegungen von akut lebensbedrohlich verletzten und erkrankten Personen zwischen zwei Kliniken (z.B. Schwerstbrandverletzte) werden mit einem Rettungshubschrauber durchgeführt (sogenannte Sekundäreinsätze). Auch schonende Transporte über weite Strecken, wie z.B. bei einem Patienten mit Wirbelsäulenverletzung sind mit dem Hubschrauber möglich.

Oft wird der RTH auch als Notarztzubringer eingesetzt. Er kann durch seine hohe Geschwindigkeit über mehrere Landkreise hinweg zu einem Primäreinsatz geschickt werden. Das ist in entlegenen Gebieten ein großer Vorteil.

Die Nachteile des Rettungshubschraubers sind seine Wetterabhängigkeit und die hohen Kosten.

Die Rettungshubschrauber und deren Besatzungen der DRF sind alle grundsätzlich uneingeschränkt nachtflugtauglich, so auch der in Ludwigsburg stationierte Christoph 51. Allerdings gibt es in Baden-Württemberg ein Nachtflugverbot für hier stationierte Rettungshubschrauber, weshalb nur von 7 Uhr bis Sonnenungtergang gerettet werden darf. Die Regelung führt dazu, dass bei entsprechender Notwendigkeit in der Nacht Hubschrauber aus benachbarten Bundesländern oder der Schweiz für z.B. dringende Verlegungen zwischen Kliniken gerufen werden müssen.

Die jahrelange Diskussion zur Änderung der Gesetzeslage zwischen Hilfsorganisationen und dem zuständigen Ministerium für Arbeit und Soziales hat bisher (Stand 2016) noch zu keinem Ergebnis geführt.