FAQ

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie die FAQ –  Häufig gestellte Fragen zum Thema Notarzt, Rettungsdienst, Notfallrettung, Leitstelle usw.

FAQ – Häufig gestellte Fragen. Zum Thema…

Rettungsmittel / Fahrzeuge

Was ist der Unterschied zwischen einem Krankenwagen und einem Rettungswagen?

Der Krankenwagen wird primär für geplante Transporte von nicht akut bedrohten Patienten eingesetzt, während der Rettungswagen primär für Notfalleinsätze und überwachungspflichtige Patienten eingesetzt wird. Die Rettungsmittel unterscheiden sich erheblich in der medizinisch-technischen Ausstattung und der personellen Besetzung. Details siehe auch unter Rettungsmittel

Mit welchem Fahrzeug kommt der Notarzt?

Je nach Notarztsystem rückt der Notarzt direkt auf dem Rettungswagen mit aus (dieser heißt dann korrekt Notarztwagen (NAW)) oder er wird mit einem eigenen, sogenannten Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) zum Notfallort gebracht. Kommt standardmäßig ein NAW zum Einsatz, wird dies auch als Kompaktsystem bezeichnet. Ist ein NEF der Standard, bezeichnet man dies als Rendevouz-System (von französisch: Treffen). Ein NEF ist immer ein PKW und kann keinen Patienten transportieren.

Eine weitere Möglichkeit den Notarzt zum Einsatzort zu bringen ist der Rettungshubschrauber (RTH). Dieser kann als reiner Zubringer des Notarztes fungieren oder auch den Patienten transportieren.

Im Rettungs- und Notarztdienst Ludwigsburg kommt standardmäßig nur das Rendevouz-System zum Einsatz. Zudem ist ein Rettungshubschrauber in Ludwigsburg-Pattonville stationiert.

Mehr zum NEF finden Sie auch unter Rettungsmittel

Warum sind manche Rettungsmittel gelb und manche weiß?

Vor einigen Jahren sollte auf Grund einer EU-Empfehlung eine europaweit einheitliche Farbe für Rettungsdienst (gelb), Feuerwehr (rot) und Polizei (blau) durchgesetzt werden.

Während bei der Poilzei inwischen weitgehend das alte grün durch blau ersetzt wurde und bei der deutschen Feuerwehr traditionell sowieso schon immer die Farbe rot Standard war, ist man beim Rettungsdienst inwischen aber vielerorts wieder von gelb auf weiß zurückgewechselt. So z.B. auch beim DRK im Landkreis Ludwigsburg. Das hängt vor allem mit den höheren Kosten für “gelb” zusammen, da ein weißes Fahrzeug ab Werk weiß ist und nicht mehr teuer mit gelber Folie beklebt werden muss und weil sich weiße Fahrzeuge später besser wieder verkaufen.

Die Grundfarbe der Rettungsmittel ist nirgendwo fest vorgeschrieben, die EU spricht nur eine Empfehlung aus, daher der von der jeweiligen Hilfsorganisation abhängige unterschiedliche Farbton, meist weiß oder gelb.

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Integrierte Leitstelle

Wovon hängt es ab welche Hilfsorganisation den Notfalleinsatz übernimmt?

Der Disponent auf der Leitstelle sendet immer das nächstgelegen geeignete Fahrzeug/Rettungsmittel zum Notfallort. Dabei spielt es für den Disponenten keine Rolle zu welcher Hilfsorganisation das jeweilige Rettungsmittel gehört. Er entscheidet nur ob ein Krankenwagen, Rettungswagen oder Notarzt benötigt wird und entsendet diejenigen Kräfte, die am schnellsten am Einsatzort sind.

Im Landkreis Ludwigsburg werden die Notfalleinsätze von ASB, DRK, Malteser Hilfsdienst und der Johanniter Unfallhilfe übernommen, da diese Hilfsorganisationen den Rettungsdienst in Ludwigsburg betreiben.

Wer entscheidet ob auch ein Notarzt alarmiert wird?

Der Disponent kann anhand der Schilderung des Notrufenden und mit gezielten Nachfragen schnell herausfinden ob ein Notarzt direkt mitalarmiert werden muss. Er entscheidet zunächst über das geeignete Rettungsmittel und demnach auch über den Einsatz des Notarztes. Deshalb ist es wichtig die gezielten Fragen des Disponenten zu beantworten. Er wird dabei seit 2019 auch von einem digitalen Abfragesystem unterstützt.

Verschlechtert sich die Situation des Patienten (evtl. erneuter Notruf) oder werden vom Rettungsdienstpersonal vor Ort neue Erkenntnisse gewonnen, die den Einsatz eines Notarztes erforderlich machen, kann dieser jederzeit nachalarmiert und hinzugezogen werden.

Eine direkte Anforderung eines Notarztes durch den Anrufer erfolgt in der Regel bei Anrufen von Ärzten, Kliniken oder medizinschem Fachpersonal, das die Situation vor Ort direkt einschätzen konnte.

Wer nimmt die Notrufe auf der Integrierten Leitstelle entgegen?

Auf der integrierten Leitstelle Ludwigsburg sitzen erfahrene Notfallsanitäter und Feuerwehrleute, die in ihrer Funktion auf der Leitstelle Disponenten genannt werden. Sie werden für die Arbeit auf der Leitstelle speziell geschult. Sie haben sowohl medizinische wie auch Feuerwehrausbildungen absolviert um alle Notrufe qualifiziert entgegen nehmen zu können und schnell und kompetent die notwendigen Rettungsmittel zu entsenden (Gemeinsame europaweite Notrufnummer 112).

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Notruf

Welche Nummer muss ich bei einem medizinischen Notfall im Kreis Ludwigsburg wählen?

Die 112 ist die Nummer für medizinische und Feuerwehr-Notrufe im Landkreis Ludwigsburg. Diese Notrufnummer funktioniert zudem in ganz Europa einheitlich von jedem Festnetz-Telefon und Handy.

Muss ich bei der 112 oder 110 eine Vorwahl wählen?

Nein! Sie brauchen weder bei der 110 noch bei der 112 eine Vorwahl zu wählen, egal ob Sie vom Handy oder vom Festnetz anrufen oder ein Notfallfax senden. Sie werden automatisch mit der zuständigen Leitstelle verbunden. 

Was muss ich bei einem Notruf an Informationen durchgeben?

Sie brauchen sich keine Sorgen machen etwas zu vergessen, der Disponent auf der Leitstelle wird sie durch das Gespräch führen. Legen Sie nur nicht auf! Der Disponent beendet das Gespräch, wenn er alle Informationen hat. Er wird Sie in etwa fragen:

Wer ruft an? Name des Anrufers und ggf. des Patienten

Wo ist es passiert? Ort, Strasse, Hausnummer, Geschoss

Was ist passiert? Medizinischer Notfall, Feuer, Unfall, Verletzte, eingeschlossene Personen

Warten Sie auf Rückfragen des Disponenten!

Wie können gehörlose oder sprachbehinderte Menschen einen Notruf melden?

Menschen mit Sprachbehinderung und Gehörlose haben in vielen Landkreisen in Deutschland die Möglichkeit ein Notfallfax an die zuständige Leitstelle zu schicken. Für diesen Fall hat zum Beispiel die Feuerwehr der Stadt Frankfurt in Zusammenarbeit mit einer Gehörlosen-Lehrerin eine Notruffax-Vorlage erstellt, die vielerorts zum Standard geworden ist.

Bei einem medizinischen Notfall oder wenn Sie die Feuerwehr in Ludwigsburg benötigen senden Sie das Fax über die 112 an die integrierte Leitstelle Ludwigsburg!

Zudem ist es in ganz Baden-Württemberg möglich ein Notfallfax an die 110 zur Polizei zu senden.

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Rettungshubschrauber

Ist in Ludwigsburg ein Rettungshubschrauber stationiert?

Nicht direkt in der Stadt Ludwigsburg, aber in Pattonville ist ein Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung stationiert. Der Rettungshubschrauber hat den Funkrufnamen Christoph 51.

Die ärztliche Besetzung des RTH erfolgt von Ärzten aus der Abteilung für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin des Klinikum Ludwigsburg.

Wann braucht man einen Rettungshubschrauber?

Der Rettungshubschrauber (RTH) ist eine fliegende Intensivstation für einen Patienten. Die Besatzung besteht in der Regel aus einem Piloten, einem Notarzt und einem speziell für die Luftrettung geschulten Notfallsanitäter.

Viele Verlegungen von akut lebensbedrohlich verletzten und erkrankten Personen zwischen zwei Kliniken (z.B. Schwerstbrandverletzte) werden mit einem Rettungshubschrauber durchgeführt (sogenannte Sekundäreinsätze). Auch schonende Transporte über weite Strecken, wie z.B. bei einem Patienten mit Wirbelsäulenverletzung sind mit dem Hubschrauber möglich.

Oft wird der RTH auch als Notarztzubringer eingesetzt. Er kann durch seine hohe Geschwindigkeit über mehrere Landkreise hinweg zu einem Primäreinsatz geschickt werden. Das ist in entlegenen Gebieten ein großer Vorteil.

Warum ist der Rettungshubschrauber mal gelb, mal rot-weiß und mal orange?

Die Farbe des Rettungshubschraubers hängt in Deutschland vom jeweiligen Betreiber ab. Die DRF Luftrettung hält Ihre Hubschrauber in rot und weiß, der ADAC in gelb und das Bundesministerium des Inneren in orange. Weniger häufig vertreten ist die Johanniter Unfallhilfe (rot und weiß). Weitere Farben sind selten und meist durch die Übernahme von Maschinen aus anderen Ländern bedingt.

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Blaulicht, Sondersignal, Einsatzfahrt

Wann darf ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht fahren? Und wo steht das?

Im §38 der StVO (Straßenverkehrsordnung) heißt es “…wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden, eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwenden, flüchtige Personen zu verfolgen oder bedeutende Sachwerte zu erhalten…”

Damit sind eigentlich alle Indikationen für eine Einsatzfahrt mit Blaulicht von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei erfasst. In der Regel entscheidet der Disponent auf der Leitstelle anhand der Meldung am Telefon, ob eine solche Situation vorliegt und entsendet dann das Einsatzfahrzeug ggf. mit Blaulicht zum Einsatzort. Ob der Transport des Patienten ebenfalls mit Sondersignal erfolgt, entscheidet der Notfallsanitäter oder ggf. der Notarzt vor Ort anhand der Erkrankung / des Zustandes des Patienten.

Wann fährt ein Einsatzfahrzeug nur mit Blaulicht und ohne Martinshorn?

Normalerweise sollte ein Rettungsmittel, dass Sonder- und Wegerechte in Anspruch nimmt, auf seinem Weg zum Einsatzort durchgehend Blaulicht UND Martinshorn nutzen. Vor allem in der Nacht fahren einige Rettungsmittel aus Rücksicht auf die Anwohner aber nur mit Blaulicht und ohne Horn. Dabei riskieren die Fahrer bei einem eigenen Unfall rechtliche Konsequenzen.

Ein weiterer Grund für alleinige Nutzung des Blaulichts ist die Absicherung einer Einsatzstelle. Sollten Sie im Straßenverkehr also ein Blaulicht sehen, ob mit oder ohne Martinshorn, ist immer Vorsicht und Rücksicht geboten.

Welche Spur muss ich bei einem Stau auf der Autobahn für Rettungskräfte freimachen?

Sie sollten in Deutschland auf der Autobahn eine Rettungsgasse immer zwischen der linken und den anderen Spuren der Autobahn freilassen. Bei einer zweispurigen Autobahn in der Mitte der beiden Spuren. Das bedeutet in der Praxis: Wenn sie sich auf der linken Spur befinden, weichen sie nach links aus, auf allen anderen Spuren weichen sie nach rechts aus.

Bilden sie die Rettungsgasse immer gleich wenn ein Stau entsteht und nicht erst wenn ein Einsatzfahrzeug sich nähert. Ansonsten ist der Stau eventuell schon so dicht, dass kein Platz zum Ausweichen mehr ist. Die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr haben die Größe eines LKW und brauchen entsprechend Platz in der Rettungsgasse.

Die Entscheidung die Rettungsgasse bei 3 Spuren in den linken Teil der Autobahn zu legen, liegt darin begründet, dass dort mehr Platz und mehr Übersicht vorhanden sind (platz- und sichtbehindernde LKWs fahren eher im rechten Teil).

Der Standstreifen wird normalerweise NICHT als Rettungsgasse genutzt, vor allem weil er nicht durchgängig vorhanden ist (Unterbrechung an Brücken und Engstellen) und weil dort liegen gebliebene Fahrzeuge stehen könnten. Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei benutzen daher die Rettungsgasse, Pannen-Hilfsdienste wie der ADAC eher den Standstreifen. Der Standstreifen dient zudem zum Ausweichen um die Rettungsgasse bilden zu können.

Die gesetzliche Grundlage findet sich in der Straßenverkehrsordnung §11 Abs. 2:

“Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen sowie auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden, müssen diese Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen für eine Richtung eine freie Gasse bilden.”

Darf ich eine rote Ampel überfahren, wenn sich ein Einsatzfahrzeug nähert?

Nach §38 StVO dürfen und sollen Sie das nach Möglichkeit, wenn der Rettungswagen sonst nicht vorwärts kommt. Dabei ist aber IMMER ZUERST die Gefahr mit dem Nutzen abzuwägen, das bedeutet wenn Sie durch das Einfahren in die Kreuzung sich oder andere in Gefahr bringen würden, dann müssen Sie im Zweifel stehen bleiben.

Sollten Sie in die Kreuzung einfahren und geblitzt werden, dürfen Sie für das Überfahren des Rotlichts nicht belangt werden. Sollten Sie nur Platz machen und die Kreuzung nicht komplett überfahren, kommt wahrscheinlich auch kein Strafzettel. Sie können sich zur Sicherheit auf jeden Fall Uhrzeit und Datum notieren und bei Bedarf (Strafzettel) diese Angaben an das Ordnungsamt weitergeben. Alle Einsatzfahrten werden bei der Integrierten Leitstelle mit Datum und Uhrzeit dokumentiert und lassen sich so jederzeit durch das Amt überprüfen.

Es nähert sich ein Einsatzfahrzeug und ich kann nicht ausweichen, was soll ich tun?

Sie fahren auf einer kurvenreichen Landstraße und sie sehen im Rückspiegel, wie sich ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht nähert. Sie haben keine Möglichkeit auszuweichen. In diesem Fall sollten sie ihre Fahrt fortsetzen, bis sich eine geeignete Stelle zum gefahrlosen Platz machen oder Anhalten bietet.

Vor allem an unübersichtlichen Stellen oder wenn Gegenverkehr unterwegs ist, hilft es oft nicht wenn Sie stehenbleiben, da ein Überholen dann auch für den Fahrer des Einsatzfahrzeugs zu gefährlich sein kann. Der Gegenverkehr fühlt sich meistens nicht dazu genötigt seine Fahrt zu verlangsamen und jedes Überholmanöver muss auch vom Fahrer des Einsatzfahrzeugs gut überlegt werden. Ist eine übersichtliche Stelle erreicht, bleiben Sie stehen, damit Sie überholt werden können.

Darf ich ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht überholen?

Die Situation, ein Einsatzfahrzeug, dass mit Blaulicht unterwegs ist zu überholen, ergibt sich eigentlich nur auf mehrspurigen Straßen, wie zum Beispiel der Autobahn. Grundsätzlich ist dies nicht verboten, solange Sie dadurch das Einsatzfahrzeug nicht behindern. Sie sollten aber gerade auf der Autobahn daran denken, dass eine Unfallstelle oder ein Stauende unmittelbar voraus sein könnte. Deshalb sollten Sie so eine Aktion gut überdenken.

Dürfen Mitarbeiter im Rettungsdienst auch mit Ihrem privaten PKW über rote Ampeln fahren?

Nein. Im Gegensatz zur Feuerwehr ist im Rettungsdienst die Berechtigung zur Fahrt mit Sondersignal, bzw. die Nutzung von Sonder- und Wegerechten an die Fahrzeuge gebunden. Bei den Mitarbeitern der Feuerwehr ist dieses Recht personengebunden, das heißt sie können theoretisch mit jedem Fahrzeug bei entsprechender Notwendigkeit Sonderrechte nutzen.

Begründet liegt diese Begebenheit darin, dass die meisten Feuerwehren von ehrenamtlichen Helfern abhängig sind, die von Zuhause oder der Arbeitsstelle erst zur Wache anrücken müssen, während im Rettungs- und Notarztdienst die Besatzungen überwiegend hauptberuflich und rund um die Uhr die Rettungsmittel auf den Wachen und in den Kliniken besetzen.

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Verhalten in Notfallsituationen

Was benötigt der Rettungsdienst/Notarzt wenn er zu mir kommt?

Das Rettungsdienstpersonal oder der Notarzt wird Sie in der Notfallsituation zunächst befragen was genau passiert ist und dann je nach vorliegendem Krankheitsbild weitere gezielte Fragen stellen und ggf. eine entsprechende Behandlung einleiten.

Was aber bei jedem Krankheitsbild wichtig ist: Die Kenntnis von Vorerkrankungen des Betroffenen und die Einnahme von Medikamenten. Im Idealfall sollten Sie für Notfälle deshalb immer einen aktuellen Medikamentenplan (von Ihrem Hausarzt) und eine Liste der Vorerkrankungen (z.B. in einem Arztbrief) bereit haben.

Sollte es einmal wirklich akut um Leben oder Tod gehen, ist es sehr wichtig bei Existieren einer Patientenverfügung, diese auch griffbereit zu haben, damit der schriftlich festgehaltene Wille des Patienten auch bekannt ist.

Die obligatorische Frage nach der Krankenkassenkarte werden Sie auch im Rettungs- und Notarztdienst hören. Der Sinn dahinter ist in erster Linie die eindeutige Identifizierung des Patienten und damit vor allem in der Klinik eine schnelle Zuordnung zu eventuell schon vorhandenen Vorbefunden im Krankenhaus.

Überblick / Checkliste:

  • Medikamentenplan
  • Arztbrief mit Vorerkrankungen
  • Krankenkassenkarte
  • ggf. Patientenverfügung
Kann ich mir das Krankenhaus aussuchen, in das mich der Rettungsdienst bringt?

Grundsätzlich haben Sie in Deutschland als Patient freie Arztwahl. In Notfallsituationen ist der Rettungsdienst und der Notarzt aber dazu verpflichtet die nächste geeignete Klinik anzufahren, um Ihnen als Patient so schnell als möglich die notwendige Hilfe zukommen zu lassen und keine Zeit durch unnötig lange Fahrten zu verlieren.

Zudem ist die Anzahl der Rettungsmittel und Notärzte für Notfalleinsätze begrenzt und nicht darauf ausgelegt, dass diese an geeigneten Kliniken vorbeifahren. Genauso sind auch die Kliniken bzw. Notfallaufnahmen darauf ausgelegt Ihr unmittelbares Einzugsgebiet notfallmedizinisch versorgen zu können.

Letztendlich muss der Notfallsanitäter oder Notarzt entscheiden, welche Zielklinik im Sinne des Patienten am besten geeignet ist.

Anmerkung: Bei nicht dringlichen Transporten, die meist durch einen Krankentransportwagen durchgeführt werden, ist die Wahl der Zielklinik grundsätzlich frei. Hier kann durch die schon im Voraus bekannte Route besser geplant und die Fahrzeuge durch die Integrierte Leitstelle entsprechend koordiniert werden.

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    Ausbildung zum Notfallsanitäter

    In Arbeit…