Intensivtransportwagen (ITW) Ludwigsburg

Etwas mehr als ein Jahr nach dem Beschluss des Innenministeriums zur Erweiterung der Intensivtransportstandorte ging am 1. März 2016 der ITW Ludwigsburg unter dem Rufnamen Sama Ludwigsburg 5/86-1 in den Dienst. Mit dem Fahrzeug wird der Interhospitaltransport von intensivpflichtigen und schwerstkranken Patienten in Baden-Württemberg ausgebaut und verbessert.
 
Der ITW besteht aus einem Iveco Daily mit 7,2 t Maximalgewicht und 205 PS als Fahrgestell und einem speziell entwickelten Aufbaukoffer, der von der Firma Fahrtec in Neubrandenburg entwickelt und gebaut wurde. Das Fahrzeug bietet Platz für maximal 5 Personen exklusive Patient.
 
An Bord befindet sich neueste intensivmedizinische Technik, wie das Beatmungsgerät Hamilton T1 und der Oxylog 3000+ zur invasiven und nicht-invasiven Beatmung sowie das C3 von Corpuls unter anderem mit der Möglichkeit ein 12-Kanal-EKG abzuleiten, invasive Drücke (IBP, ICP) und expiratorischer Gase (CO2) zu erfassen.
 
Ebenso zur Ausstattung gehören ein BGA-Gerät (i-STAT), ein Ultraschallgerät (Vsacan, Fa. GE) und Bronchoskope (Fa. Ambu). Außerdem bietet der ITW die Möglichkeit, zu Primäreinsätzen alarmiert zu werden. Dies wird allerdings absprachegemäß eine seltene Ausnahme bleiben.
 
Die Intensivtrage Power-PRO XT (Fa. Stryker) wird Patienten- und Mitarbeiter-schonend vom Powerload- System ein- und ausgeladen. Diese Intensivtrageeinheit hat eine Gesamttraglast von 318 kg und wird ausschließlich hydraulisch in der Höhe bewegt. Diese Technik und die spezifische Ausbildung der Besatzungen ermöglichen es, auch schwierigste und instabile Intensivpatienten sicher zu transportieren. Zudem besteht die Möglichkeit, Patienten mit Lungenversagen in der abgebenden Klinik mit einer ECMO zu versorgen und anschließend per ITW in ein entsprechendes Zentrum zu verlegen.
Der ITW ist von 9 bis 21 Uhr werktags im Dienst. Der ASB und das DRK stellen jeweils eine/n Notfallsanitäter/in bzw. Rettungsassistentin/en mit Zusatzqualifikation für Intensivtransporte. Darüber hinaus werden die Besatzungen im Rahmen von
regelmäßigen Praktika auf der anästhesiologischen Intensivstation des Klinikum Ludwigsburg geschult und weitergebildet. Die Ärzte sind ausnahmslos erfahrene Intensivmediziner der Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin und haben ebenfalls eine Transport- Zusatzqualifikation.
 
Der ITW untersteht der ZKS und wird durch diese disponiert. In Ausnahmefällen kann die ILS Ludwigsburg das Fahrzeug für Primäreinsätze benutzen. Zur Erfassung und Bearbeitung der Einsätze befinden sich neben dem Rescuetrack- System und dem NIDA-Pad (Fa. MedDV) ein Tablet sowie ein eigener LTE- Router an Bord.